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Geschichte der Feuerwehr Fallersleben |
Die Entstehung des Feuerlöschwesens im Flecken Fallersleben geht auf das Jahr 1705 zurück.
Schon damals gab es eine Feuerlöschordnung, durch die die Bürger verpflichtet waren, die Löscharbeiten
zu unterstützen. In Form von Eimerketten wurde die Brandbekämpfung aufgenommen.
Die Aufstellung einer Freiwilligen Feuerwehr erfolgte Anfang des Jahres 1875 durch eine Reihe von
engagierten Bürgern. Durch die am 21.03.1875 veröffentlichten Statuten wurde die Gründung der
Freiwilligen Feuerwehr offiziell.
Im Jahr 1894 wurde die erste von Pferden gezogene Handdruckspritze beschafft. Diese ist bis heute erhalten und wird von Zeit zu Zeit zu
besonderen Anlässen in Betrieb genommen.
Aufgrund politischer Einflüsse -die bisher existierende Freiwillige Feuerwehr wurde unter den Zwang der Polizeiverordnung
gestellt -kam es am 16.04.1911 zu einer Neugründung der Freiwilligen Feuerwehr. Die Ausrüstung der Wehr wurde stetig
verbessert. 1922 konnte eine von der Stadt bestellte Magirus-Ausziehleiter mit 12m-Steighöhe übernommen werden.
Die Motorisierung der Wehr begann 1932 mit einem offenen 6-sitzigen Auto. 1941 folgte die erste Motorspritze TS 8/8.
Am 29.09.1942 erhielt die Wehr das erste Löschfahrzeug auf Mercedes-Fahrgestell. Es bot einer Gruppe bestehend
aus 9 Personen Platz.
Im 2. Weltkrieg musste die Freiwillige Feuerwehr zu zahlreichen Großeinsätzen außerhalb Fallerslebens (u. a. Hannover)
ausrücken. Mit Kriegsende ging ein großer Teil der Ausrüstungsgegenstände durch Plünderungen verloren. Die Mitgliederzahl der Wehr war auf ein Minimum abgesunken.
Nach dem Krieg begann ein Neuanfang. Bereits am 04. November 1950 konnte
ein neues Gerätehaus übernommen werden. 1958 wurden ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 (Opel-Blitz) und 1960 ein
Tanklöschfahrzeug TLF 8 (Borgward) sowie die ersten Preßluftatmer beschafft.
Ein besonders erwähnenswerter Tag in der Geschichte der Fallersleber Wehr war der
24. August 1960. An diesem Tag erfolgte die Gründung der Jugendfeuerwehr. Nachwuchssorgen sollten jetzt
der Vergangenheit angehören.
Ende des Jahres 1962 wurde in Fallersleben ein Stück überörtliche Feuerwehrgeschichte geschrieben. In Fallersleben
fand die Gründungsversammlung des Feuerwehr-Flugdienstes Niedersachsen statt.

Im Zuge der Erweiterung der Stadt durch mehrgeschossige
Wohnhäuser wurde 1964 eine Drehleiter (DL 18/Metz)
beschafft. Mit dem zuvor bereits in Dienst gestellten
VW-Bus verfügte die Wehr somit über einen kompletten
Löschzug, der 1969 noch um ein weiteres Tanklöschfahrzeug
TLF 16 (MAN) ergänzt wurde.
Die wohl schwärzeste Stunde in ihrer Geschichte erlebte die Wehr
im Rahmen des Einsatzes bei der Waldbrandkatastrophe 1975.
Am 10. August 1975 wurden 3 Kameraden mit dem Tanklöschfahrzeug
in der Nähe von Meinersen (LK Gifhorn) vom Feuer eingeschlossen und verunglückten tödlich.
Nach mehreren Ersatzbeschaffungen konnte im Jahr 1988 die erste Drehleiter mit Korb DLK 23/12
(Mercedes/Metz) übernommen werden. Des weiteren wurde die technische Ausrüstung schrittweise
den Erfordernissen der Zeit angepasst. Mit Hydr. Rettungsschere und Spreizer konnte nun auch
bei Verkehrsunfällen wirkungsvoll geholfen werden.
Die Feuerwehr Fallersleben wird heute als Schwerpunktfeuerwehr nicht nur im eigenen Ort,
sondern bei größeren Schadenslagen vielfach auch zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr
im Kernstadtgebiet Wolfsburgs eingesetzt. Die Alarmierung des Löschzuges erfolgt dabei
seit dem Jahr 2000 nicht mehr über Sirene, sondern ausschließlich
über digitale Meldeempfänger.